Sehenswürdigkeiten - Sightseeing in Regensburg

Regensburger Dom Regensburg ist eine Stätte mannigfaltiger Sehenswürdigkeiten.
Ein Spaziergang durch die Altstadt, vom Bismarckplatz über den Neupfarrplatz bis zu St.Peter am Domplatz erfreut nicht nur das Auge des Mittelalterfreunds, sondern Herz und Sinne eines jeden, zumal Regensburg nicht nur die größte mittelalterliche zusammenhängende Altstadt, sondern auch noch die größte Kneipendichte.

Über den Kräuterer Markt gelangt man an die Donau, wo man bei einer schmackhaften Bratwurst in der historischen Wurstkuchel die über 850 Jahre alte Steinerne Brücke und das 1620 errichtete Regensburger Salzstadel betrachten kann. Geht man über die Steinerne Brücke, auf der freundlich das Brückenmanderl grüßt, gelangt man nach Stadtamhof, das aus der Siedlung eines Klosters hervorging und noch heute einen unvergleichlichen mittelalterlichen Flair hat.
Der Fischmarkt mit dem Fischmarktbrunnen gehört zu den ältesten Marktplätzen in Regensburg. 1529 ließ der Stadtbaumeister Albrecht Altdorfer diesen zentralen Platz nach oberitalienischem Vorbildern pflastern.

Sehenswert ist auch das Alte Rathaus, gelegen zwischen dem Haidplatz, dem Fisch- und dem Kohlenmarkt. Es entstand zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert. Hier hielt der Immerwährende Reichstag (1663) seine Sitzungen ab.
Vom Alten Rathaus führt der Weg über den Kohlenmarkt in die Goliathstraße. An der Verengung des Straßenzuges zweigt rechts der Watmarkt (Tuchmarkt) ab. Besonders beeindruckend ist in der von Patrizierhäusern dominierten Straße das Goliathhaus mit grandioser Fassadenmalerei aus dem 16. Jahrhundert. Die Goliathstraße geht in die Gasse Unter den Schwibbögen über. Beide Gassen führen an der ehemaligen Nordmauer des römischen Lagers Castra Regina entlang, an deren Ende die Ruine der Porta Praetoria liegt.

Am westlichen Rand der Stadt liegt St. Emmeram, seit 1812 ist der ehemalige Klosterkomplex mit dem im 19. Jahrhundert neuerbauten Südflügel ständige Residenz der fürstlichen Familie und damit eines der größten bewohnten Schlösser Europas. St. Emmeram ist selbst größer als der Buckingham Palast.

Durch regelmäßige Veranstaltungen zeigt sich Regensburg von seiner besten kulturellen und geselligen Seite. Beim Bayerischen Jazzweekend geben sich an einem verlängerten Sommerwochenende über 100 verschiedene Bands die Ehre. Durch Prämierung durch die Jury des bayerischen Jazzinstitus ist für qualitativ hochwertige Musik gesorgt. Die Tagen alter Musik geben der Stadt Gelegenheit ihr mittelalterliches Erscheinungsbild perfekt in Szene zu setzen und spätestens bei den Regensburger Schlossfestspielen gelangt man zu der Überzeugung, dass hier die ideale Symbiose aus Geschichte und Moderne vorliegt.

Das alle zwei Jahre stattfindende Bürgerfest bietet mehr als man von gewöhnlichen Volksfesten gewöhnt ist. Nicht nur die längste Tafel der Welt in der Ostengasse oder die Driving Range über die Donau beeindrucken. Selbst der kleinste Laden putzt sich heraus und die Bewohner der Altstadthäuser übertreffen sich in ihren Höfen gegenseitig mit Angeboten für Essen, Trinken und Kleinkunst. Die in Herbst und Frühling gefeierte Dult hält Spaß für die ganze Familie bereit. Berühmt ist der Blick vom Riesenrad auf Donau und Altstadt. Richtig gemütlich wird es im Winter, wenn im Dezember der Christkindlmarkt die ganze Stadt mit seinen Düften bezaubert und sich Mutige dort mit einem halben Meter Bratwurst den Hunger stillen.

Interessante Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten sind auch in der Umgebung Regensburgs zu finden. Das Kloster Weltenburg donauaufwärts von Regensburg liegt malerisch am Donaudurchbruch und birgt eine der kleinsten, aber künstlerisch imposantesten Abteikirchen. Durch die heute noch betriebene Klosterschänke kommt neben dem geistigen auch das körperliche Wohl nicht zu kurz.
Die Richtung Kelheim gelegene Befreiungshalle (erbaut von Ludwig I.) ist von beeindruckender Pracht. An den eigentlichen Anlaß für die Errichtung dieses Denkmals erinnert der in den Marmorfußboden eingelassene Spruch König Ludwigs I.:

MOECHTEN
DIE TEUTSCHEN
NIE VERGESSEN WAS
DEN BEFREIUNGSKAMPF
NOTHWENDIG MACHTE
UND WODURCH SIE
GESIEGT.


Östlich von Regensburg ist die Walhalla, die als eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler gilt. Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in der Napoleonischen Ära war König Ludwig I. von Bayern bestrebt, dem neuen Deutschen Bund eine zentrale Gedenkstätte zu schaffen. Im königlichen Auftrag errichtete daher Leo von Klenze von 1830 bis 1842 die Walhalla. Derzeit sind in der Walhalla 189 Persönlichkeiten "teutscher Zunge" durch Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt, darunter Johannes Brahms, Albert Einstein und seit 2003 auch Sophie Scholl. Für den Erbauer Ludwig I. wurde 1890 ein Standbild errichtet.