Stadtgeschichte von Regensburg

Regensburger Dom Seit der Steinzeit (Neolithikum) ist der Regensburger Donaubogen besiedelt. Als ältester Name einer vorgeschichtlichen Ansiedlung ist der keltische Name Radasbona überliefert. Die städtische Entwicklung von Regensburg beginnt im Jahre 179, als das römische Kastell Castra Regina unter Kaiser Marc Aurel fertiggestellt wird.

Im 6. Jahrhundert wird Castra Regina wird als Reganespurc Herzogsresidenz der Agilolfinger und erste bayerische Hauptstadt. Im Jahr 739 stiftet der hl. Bonifatius das Bistum Regensburg. Vom 10. bis 14. Jahrhundert durchlebt die Stadt eine wirtschaftliche Blütezeit. Regensburg betreibt Handel bis nach Paris, London, Kiew oder Byzanz. Die damalige Architektur bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Dreimal in der Geschichte war Regensburg Ausgangspunkt der Kreuzzüge (Erster Kreuzzug 1096; Zweiter Kreuzzug 1147; Dritter Kreuzzug 1189)

Ab 1135 wird die Steinerne Brücke über die Donau gebaut und 1146 fertiggestellt. 1180 setzt Kaiser Barbarossa auf einem Reichstag zu Regensburg Heinrich den Löwen als Herzog von Bayern ab, mit der Folge, dass die Wittelsbacher Bayerns Herrscherfamilie sind. 1245 verleiht Kaiser Friedrich II. der Stadt das Recht der Selbstverwaltung. Regensburg bleibt bis 1803 freie Reichsstadt. Im Zuge der Reformation nimmt der Rat der Stadt 1542 die Evangelische Konfession an.

Von 1663-1806 findet in Regensburg der Immerwährende Reichstag statt, die Ständevertretung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Regensburg ist damit auch Sitz von etwa 70 Gesandschaften ausländischer Staaten. Den Kaiser vertreten dabei Prinzipalkommissare, die ab 1748 aus der Familie Thurn und Taxis stammen. Im Jahre 1806 löst sich, mit Untergang des Heiligen Römische Reich Deutscher Nation, auch der Reichstag in Regensburg auf. Napoleon gliedert 1810 das geistliche Fürstentum Regensburg in das neugebildete Königreich Bayern ein und Regensburg wird Hauptstadt des neugebildeten bayerischen Regenkreises. Die Stadt gewinnt durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz 1859 und durch die Eröffnung des Luitpoldhafens (heutiger Westhafen) 1910 langsam wieder an Bedeutung.

Am Ende des zweiten Weltkriegs wird die Stadt von amerikanischen Truppen besetzt. Um die Stadt vor weiteren Bombenangriffen zu bewahren wird Regensburg 1945 nach Sprengung der Donaubrücken kampflos übergeben.

Nach dem Krieg beginn Regensburg sich wieder zu erholen. Kennzeichnend hierfür sind der Bau des Osthafens 1960, die Eröffnung der Universität und der Wiederaufbau der Steinernen Brücke 1967, die Gründung der Fachhochschule Regensburg 1971 und schließlich 1978 die Eröffnung der Großschifffahrtsstraße Rhein-Main-Donau.